100% Kostenübernahme durch die Pflegekasse ab Pflegegrad 1
Zurück zum Ratgeber
Pflege-Tipps
6 Min. Lesezeit5. März 2026

Tipps für pflegende Angehörige

Pflegende Angehörige leisten Enormes. Diese praktischen Tipps helfen Ihnen, den Pflegealltag besser zu bewältigen und dabei selbst gesund zu bleiben.

Das Wichtigste in Kürze

Rund 4,1 Millionen Menschen in Deutschland werden zu Hause gepflegt, die meisten von Angehörigen. Damit Sie selbst gesund bleiben, gilt: Nehmen Sie Hilfe an (ambulante Pflege, Verhinderungspflege bis 6 Wochen pro Jahr), achten Sie aktiv auf Ihre eigene Gesundheit, organisieren Sie den Pflegealltag mit festen Plänen und nutzen Sie Ihre Ansprüche – darunter Pflegegeld ab Pflegegrad 2 und 42 € monatlich für Pflegehilfsmittel bereits ab Pflegegrad 1.

Rund 4,1 Millionen Menschen in Deutschland werden zu Hause gepflegt – die meisten von Angehörigen. Diese Aufgabe ist wertvoll, aber auch fordernd. Wer einen geliebten Menschen pflegt, braucht selbst Unterstützung, Pausen und praktische Hilfe im Alltag.

1. Nehmen Sie Hilfe an

Viele pflegende Angehörige versuchen, alles allein zu schaffen. Das führt häufig zu Überlastung und kann die eigene Gesundheit gefährden. Zögern Sie nicht, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen – das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Verantwortungsbewusstsein.

  • Ambulante Pflegedienste können einzelne Aufgaben wie Medikamentengabe oder Körperpflege übernehmen.
  • Tages- und Nachtpflege bietet stundenweise Betreuung in einer Einrichtung.
  • Verhinderungspflege steht Ihnen zu, wenn Sie selbst eine Auszeit brauchen (bis zu 6 Wochen pro Jahr).
  • Nachbarschaftshilfe und ehrenamtliche Helfer können für kleine Entlastungen sorgen.

2. Achten Sie auf Ihre eigene Gesundheit

Pflegende Angehörige haben ein erhöhtes Risiko für körperliche und seelische Erkrankungen. Deshalb ist Selbstfürsorge keine Option, sondern eine Notwendigkeit:

  • Nehmen Sie regelmäßige Arzttermine wahr – auch für sich selbst.
  • Planen Sie feste Auszeiten ein, in denen jemand anderes die Pflege übernimmt.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig – schon 20 Minuten Spaziergang am Tag helfen.
  • Sprechen Sie über Ihre Belastung – mit Freunden, Familie oder in einer Selbsthilfegruppe.
  • Nutzen Sie Kur- und Reha-Angebote, die speziell für pflegende Angehörige angeboten werden.

3. Organisieren Sie den Pflegealltag

Eine gute Organisation erleichtert den Pflegealltag erheblich und gibt Ihnen das Gefühl von Kontrolle:

  • Erstellen Sie feste Tages- und Wochenpläne für wiederkehrende Pflegeaufgaben.
  • Nutzen Sie eine Checkliste für Arzttermine, Medikamente und Behördengänge.
  • Lagern Sie Pflegehilfsmittel an einem festen Ort, gut sortiert und immer griffbereit.
  • Richten Sie einen barrierefreien Pflegeplatz ein, der rückenschonendes Arbeiten ermöglicht.

4. Kennen Sie Ihre Rechte und Ansprüche

Als pflegender Angehöriger haben Sie zahlreiche Rechte, die viele gar nicht kennen:

  • Pflegegeld – Ab Pflegegrad 2 erhalten Sie ein monatliches Pflegegeld.
  • Pflegehilfsmittel – 42€ monatlich für Handschuhe, Desinfektion etc. (bereits ab Pflegegrad 1).
  • Rentenversicherungsbeiträge – Die Pflegekasse zahlt Rentenbeiträge für pflegende Angehörige.
  • Pflegezeit und Familienpflegezeit – Freistellung von der Arbeit für die Pflege (bis zu 24 Monate).
  • Kostenlose Pflegekurse – Ihre Pflegekasse bietet Schulungen für pflegende Angehörige an.

Tipp: Ihr Anspruch auf kostenlose Pflegehilfsmittel verfällt jeden Monat, wenn Sie ihn nicht nutzen. Bestellen Sie Ihre monatliche Pflegebox und sparen Sie sich den Weg zur Apotheke!

Häufige Fragen

Welche Entlastung steht mir als pflegendem Angehörigen zu?

Sie können Verhinderungspflege (bis zu 6 Wochen pro Jahr), Tages- und Nachtpflege sowie ambulante Pflegedienste nutzen. Zusätzlich zahlt die Pflegekasse Rentenversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige und bietet kostenlose Pflegekurse an.

Bekomme ich als pflegender Angehöriger Geld?

Ab Pflegegrad 2 erhält die pflegebedürftige Person ein monatliches Pflegegeld, das oft an die pflegenden Angehörigen weitergegeben wird. Zudem gibt es Pflegeunterstützungsgeld bei kurzzeitiger Arbeitsverhinderung (bis zu 10 Tage).

Wie schütze ich als pflegender Angehöriger meine eigene Gesundheit?

Planen Sie feste Auszeiten ein, nehmen Sie eigene Arzttermine wahr, bewegen Sie sich täglich und sprechen Sie über Ihre Belastung – etwa in einer Selbsthilfegruppe. Spezielle Kur- und Reha-Angebote für pflegende Angehörige helfen, einer Überlastung vorzubeugen.

Jetzt Ihre kostenlose Pflegebox zusammenstellen

Nutzen Sie Ihren Anspruch auf 42€ monatlich – die Pflegekasse übernimmt die Kosten.

Zum Konfigurator