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Organisation
8 Min. Lesezeit28. Februar 2026

Häusliche Pflege organisieren – der komplette Leitfaden

Vom Pflegebett bis zur Tagesstruktur: Wie Sie die häusliche Pflege professionell und nachhaltig organisieren.

Das Wichtigste in Kürze

Gute häusliche Pflege braucht vier Bausteine: eine pflegegerechte Wohnung (Stolperfallen beseitigen, Haltegriffe, höhenverstellbares Pflegebett), die richtigen Hilfsmittel und Verbrauchsmaterialien (42 € monatlich kostenfrei), die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf (Pflegezeit bis 6 Monate, Familienpflegezeit bis 24 Monate) sowie die Nutzung aller finanziellen Leistungen der Pflegeversicherung. Eine kostenlose Pflegeberatung nach § 7a SGB XI hilft beim Einstieg.

Die Entscheidung, einen Angehörigen zu Hause zu pflegen, ist eine der wichtigsten im Leben. Damit die häusliche Pflege gelingt und alle Beteiligten gut versorgt sind, braucht es eine durchdachte Organisation. Dieser Leitfaden hilft Ihnen bei allen wichtigen Aspekten.

Die Wohnung pflegegerecht gestalten

Die Wohnumgebung spielt eine zentrale Rolle in der häuslichen Pflege. Kleine Anpassungen können den Pflegealltag erheblich erleichtern und die Sicherheit für alle verbessern.

  • Stolperfallen beseitigen – Lose Teppiche entfernen, Kabel fixieren, Schwellen abbauen.
  • Badezimmer anpassen – Haltegriffe anbringen, rutschfeste Matten legen, Duschhocker bereitstellen.
  • Ausreichend Beleuchtung – Besonders in Fluren, Badezimmer und am Bett für nächtliche Sicherheit.
  • Pflegebett aufstellen – Ein höhenverstellbares Bett entlastet den Rücken der Pflegeperson enorm.
  • Notrufsystem installieren – Für den Fall, dass die pflegebedürftige Person allein ist.

Tipp: Viele Hilfsmittel wie Pflegebetten oder Haltegriffe werden von der Pflegekasse bezuschusst oder komplett übernommen. Sprechen Sie mit Ihrer Kasse über den Anspruch auf wohnumfeldverbessernde Maßnahmen (bis zu 4.000 € pro Maßnahme).

Die richtigen Hilfsmittel und Verbrauchsmaterialien

Neben technischen Hilfsmitteln (Pflegebett, Rollator etc.) sind Pflegehilfsmittel zum Verbrauch im Alltag unverzichtbar. Dazu zählen:

  • Einmalhandschuhe für jede pflegerische Tätigkeit
  • Desinfektionsmittel für Hände und Flächen
  • Bettschutzeinlagen bei Inkontinenz
  • Schutzschürzen und Mundschutz

All diese Produkte stehen Ihnen im Rahmen der 42-Euro-Pauschale monatlich kostenfrei zu. Bestellen Sie sie bequem über einen Pflegebox-Anbieter wie MediVita Plus – so haben Sie immer genug auf Vorrat und müssen nicht selbst einkaufen.

Pflege und Beruf vereinbaren

Viele pflegende Angehörige sind berufstätig. Die gute Nachricht: Es gibt gesetzliche Regelungen, die Ihnen helfen, Pflege und Beruf zu vereinbaren.

  • Pflegezeit (§ 3 PflegeZG): Bis zu 6 Monate vollständige oder teilweise Freistellung von der Arbeit bei Unternehmen mit mehr als 15 Beschäftigten.
  • Familienpflegezeit (§ 2 FPfZG): Bis zu 24 Monate Arbeitszeitreduzierung auf mindestens 15 Stunden/Woche mit zinslosem Darlehen zur Überbrückung.
  • Kurzzeitige Arbeitsverhinderung: Bis zu 10 Tage bezahlte Freistellung bei akutem Pflegebedarf (Pflegeunterstützungsgeld).
  • Flexible Arbeitsmodelle: Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber über Homeoffice, Gleitzeit oder Teilzeit.

Finanzierung und Kostenübernahme

Die Pflegeversicherung bietet zahlreiche finanzielle Leistungen. Hier ein Überblick über die wichtigsten:

  • Pflegegeld: Ab Pflegegrad 2, monatlich zwischen 332 € und 947 € (Stand 2026).
  • Pflegesachleistungen: Für die Beauftragung eines ambulanten Pflegedienstes.
  • Verhinderungspflege: Bis zu 1.774 € pro Jahr, wenn Sie als Pflegeperson verhindert sind.
  • Kurzzeitpflege: Bis zu 1.774 € pro Jahr für vorübergehende stationäre Pflege.
  • Pflegehilfsmittel zum Verbrauch: 42 € monatlich für Handschuhe, Desinfektion etc.
  • Wohnumfeldverbesserung: Bis zu 4.000 € pro Maßnahme für barrierefreie Anpassungen.

Professionelle Unterstützung einbinden

Häusliche Pflege bedeutet nicht, alles allein zu machen. Binden Sie professionelle Unterstützung gezielt ein:

  • Ambulanter Pflegedienst für medizinische Pflege und Grundpflege
  • Hauswirtschaftliche Hilfe für Kochen, Putzen und Einkaufen
  • Tagespflege für eine regelmäßige Entlastung tagsüber
  • Pflegeberatung (§ 7a SGB XI) – kostenlos und unverbindlich bei Ihrer Pflegekasse

Tipp: Starten Sie noch heute mit der Organisation Ihrer Pflegehilfsmittel. Stellen Sie bei MediVita Plus Ihre individuelle Pflegebox zusammen und nutzen Sie Ihren vollen Anspruch von 42 € monatlich.

Häufige Fragen

Welche Umbauten in der Wohnung zahlt die Pflegekasse?

Für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen wie Haltegriffe, einen barrierefreien Badumbau oder einen Treppenlift gewährt die Pflegekasse bis zu 4.000 € pro Maßnahme. Auch ein höhenverstellbares Pflegebett wird in der Regel als Hilfsmittel übernommen.

Kann ich Pflege und Beruf miteinander vereinbaren?

Ja. Die Pflegezeit erlaubt bis zu 6 Monate vollständige oder teilweise Freistellung, die Familienpflegezeit bis zu 24 Monate reduzierte Arbeitszeit mit zinslosem Darlehen. Bei akutem Bedarf stehen Ihnen bis zu 10 Tage bezahlte kurzzeitige Arbeitsverhinderung zu.

Welche finanziellen Leistungen gibt es in der häuslichen Pflege?

Je nach Pflegegrad sind das unter anderem Pflegegeld (ab Pflegegrad 2), Pflegesachleistungen, Verhinderungs- und Kurzzeitpflege (jeweils bis 1.774 € pro Jahr), 42 € monatlich für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch sowie bis zu 4.000 € für Wohnumfeldverbesserungen.

Wo bekomme ich unabhängige Beratung zur häuslichen Pflege?

Jede pflegebedürftige Person hat nach § 7a SGB XI Anspruch auf eine kostenlose und unverbindliche Pflegeberatung durch die Pflegekasse. Dort werden alle Leistungen und Hilfsangebote individuell erklärt.

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